Bei einem RAID-Ausfall prüfen wir, ob ein einzelnes Laufwerk fehlt, mehrere HDD-Member instabil sind oder die RAID-Konfiguration betroffen ist. Die Member werden möglichst einzeln gesichert und der Verbund anschließend virtuell rekonstruiert. Ein Rebuild ist kein neutraler Test und sollte bei unklarer Memberlage nicht auf Verdacht laufen. RAID zur Analyse anmelden.
Neben defekten HDDs kommen bei RAID-Störungen auch Controller-, Backplane- und Verkabelungsprobleme, verlorene Konfigurationen oder beschädigte Metadaten infrage. Bei mehreren auffälligen Members kann ein Rebuild die Situation verschlechtern, weil alle verbliebenen Laufwerke vollständig gelesen und gleichzeitig neue Daten geschrieben werden. Vor weiteren Maßnahmen sollte deshalb der Zustand der einzelnen Datenträger feststehen. Die Online-Analyse hilft bei der Erstaufnahme.
Ist ein RAID degraded oder offline, sollte vor einem Rebuild der Zustand der Member geklärt werden. Für eine erste Einschätzung des Verbunds erreichen Sie Raid Recovery Germany unter 0800 88 22 888 oder +49 30 983216980 .
Ein RAID-Problem wird nicht als einzelner Defekt behandelt. Zuerst wird jeder Member auf Erkennung, Lesefehler und mechanische Auffälligkeiten geprüft. Nur tatsächlich intern beschädigte HDDs benötigen eine Reinraumbearbeitung. Danach werden die Laufwerke möglichst vollständig imagiert. Die RAID-Rekonstruktion – Reihenfolge, Stripe, Parität und Offset – erfolgt anschließend mit den Arbeitskopien und getrennt von der Reparatur einzelner Festplatten.
Ein RAID verteilt oder spiegelt Blöcke über mehrere Laufwerke; bei Paritäts-RAIDs kommen zusätzliche Paritätsblöcke hinzu. Auf diesem virtuellen Blockgerät liegt anschließend das Dateisystem. Deshalb müssen bei einer Datenrettung zuerst RAID-Parameter wie Reihenfolge, Stripe-Größe, Paritätsrotation und Startoffset stimmen, bevor NTFS, ReFS, ext4 oder andere Dateisysteme sinnvoll ausgewertet werden können.
Sind RAID-Struktur oder Dateisystem beschädigt, können Dateien trotzdem noch vollständig oder teilweise vorhanden sein. Die beiden Ebenen werden getrennt analysiert: zuerst der Verbund, danach das darauf liegende Dateisystem.
Fällt ein RAID-Member durch einen Head-Crash aus, entscheidet die vorhandene Redundanz darüber, ob das Array zunächst weiterläuft. Gefährlich wird die Situation, wenn bereits ein weiteres Laufwerk Lesefehler zeigt oder ein Rebuild gestartet wird, ohne dessen Zustand zu kennen. Der Rebuild liest die verbliebenen Member vollständig und kann dadurch einen zweiten Ausfall provozieren. Das mechanisch beschädigte Laufwerk selbst sollte nicht weiter betrieben werden.
Bei einem RAID hängt die Rettbarkeit nicht nur vom mechanisch beschädigten Laufwerk ab. Ebenso wichtig ist, ob die übrigen Member vollständig lesbar sind und ob der Verbund nach dem Ausfall noch verändert wurde. Ein Rebuild kann bei einem weiteren schwachen Laufwerk aus einem recoverbaren Zustand einen Mehrfachausfall machen.
Bei einem Head-Crash-Verdacht im RAID sollten keine Rebuilds oder Reparaturen auf dem Originalverbund laufen. Für die weitere Abstimmung erreichen Sie 0800 88 22 888 oder +49 30 983216980 über unsere RAID-Hotline.
Bei RAID-Systemen ist entscheidend, wie viele Member betroffen sind, welche Defekte vorliegen und ob die ursprüngliche Konfiguration noch konsistent ist. Deshalb sind pauschale Preise nur begrenzt aussagekräftig. Die folgenden Werte dienen als Richtwerte (netto):
Nach der Prüfung der Laufwerke und der RAID-Struktur erhalten Sie ein verbindliches Angebot für die erforderlichen Arbeiten.
Ein RAID lässt sich nur zuverlässig rekonstruieren, wenn die beteiligten Member und ihre Reihenfolge bekannt sind. Bereits gestartete Rebuilds, getauschte Laufwerke oder geänderte Controllerkonfigurationen sollten deshalb dokumentiert werden. Weitere Schreibvorgänge auf den Originalplatten sind zu vermeiden.
Die sichere Arbeitsweise besteht darin, die Member einzeln zu sichern und das Array anschließend virtuell nachzubilden. Erst dort werden unterschiedliche RAID-Parameter und Dateisystemstrukturen getestet.